Australien

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Politische Beziehungen

Die bilateralen politischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Australien sind gut und solide. Gemeinsame Werte sind die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Premierminister Howard besuchte Deutschland im Juli 2002 und führte unter anderem Gespräche mit Bundeskanzler Schröder. Der Generalgouverneur Australiens, Major General Michael Jeffery, reist im Mai 2004 nach Berlin, wo er Bundespräsident Rau traf, und nach Bayern. In die andere Richtung fanden ebenfalls Besuche statt, die die bilateralen Beziehungen auch atmosphärisch sehr positiv beeinflusst haben. Ein herausragendes Ereignis war der Staatsbesuch von Bundespräsident Rau im Mai 2001. Im Mai 2002 besuchte Bundesratspräsident Wowereit das Land mit einer offiziellen Delegation.

Australien sieht in Deutschland eines der wichtigsten Länder Europas und eine führende Nation in der Europäischen Union. Die aktive deutsche Asien-Pazifik-Politik wird von der australischen Regierung begrüßt.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland ist nach Großbritannien Schwerpunktland australischer Außenwirtschaftspolitik in Europa mit einem Anteil von ca. 20% des australischen Handels mit der EU. Im Jahr 2003 bezog Australien von Deutschland Waren im Wert von 4,2 Mrd. AUS-Dollar. Damit haben sich die deutschen Exporte nach Australien innerhalb eines Jahrzehnts - bei jährlichen Steigerungsraten von 7 - 8% - mehr als verdoppelt. Die australischen Lieferungen nach Deutschland hingegen stagnierten in diesem Zeitraum weitgehend und beliefen sich im Jahr 2003 auf 1,05 Mrd. AUS-Dollar.

Wichtigste deutsche Exportprodukte waren Kraftfahrzeuge/-teile, chemische, pharmazeutische und elektrotechnische Erzeugnisse, Kunststoffe, Spezialmaschinen, Papier und Pappe. Von australischer Seite wurden vor allem Kohle, Erze, elektrotechnische Erzeugnisse, Wolle, Nahrungsmittel und Wein geliefert.

Die kumulierten deutschen Direktinvestitionen in Australien werden 14,7 Mrd. AUS-Dollar angegeben, was 2,2% aller ausländischen Investitionen in Australien entspricht. Die australischen Investitionen in Deutschland betragen 8,4 Mrd. AUS-Dollar.

Die deutsche Wirtschaft ist in Australien insgesamt recht gut platziert. Es wäre jedoch wünschenswert, dass kleinere und mittlere Firmen aus Deutschland das hier vorhandene Potential verstärkt nutzen.

Die kulturellen Beziehungen

Die bilateralen Kulturbeziehungen haben eine lange Tradition. Deutsche gehörten zu den ersten europäischen Siedlern in Australien. Die Deutschstämmigen haben zahlreiche Vereine gegründet, die oft Anlaufstelle für Besuchergruppen aus Deutschland sind.

Das Deutsch-Australische Kulturabkommen ist seit dem 15. Juni 2000, das Deutsch-Australische Filmabkommen seit dem 12. September 2001 in Kraft. Der Kulturaustausch hat durch die Unterzeichnung des Kulturabkommens einen weiteren Anstoß erfahren.

In Melbourne und Sydney gibt es Zweigstellen des Goethe-Instituts, die gut genutzt werden. In Sydney gibt es eine deutsche Schule (German International School), die seit 2002 das internationale Baccalaureat als Abschluss anbietet, das in Deutschland und Australien als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt ist.

Ca. 36.000 Schüler an australischen Schulen (etwa ein Prozent aller Schüler) lernen Deutsch. Damit liegt Deutsch auf dem vierten Platz nach Japanisch, Französisch und Chinesisch. Durch Deutschlehrer- und Curriculum-Betreuung trägt das Goethe-Institut zur Förderung des Deutschunterrichtes bei.

Besonders intensiv sind die akademischen und wissenschaftlichen Beziehungen im Hochschulbereich (ca. 200 Kooperationsabkommen zwischen deutschen und australischen Hochschulen). Der rege Austausch zwischen Universitäten und Wissenschaftlern wird von deutscher Seite durch Stipendienprogramme, vor allem der Alexander von Humboldt-Stiftung und des DAAD, gefördert. Der DAAD hat 2003 ein Lektorat/DAAD-Informationszentrum an der University of Sydney und ein Lektorat an der University of Melbourne eingerichtet. Dadurch wird das Informationsangebot über den Forschungs- und Bildungsstandort Deutschland vor allem in den Ballungsräumen an der Ostküste intensiviert.

Acht große australische Universitäten betreiben in Berlin das "Australia Centre Europe" als Kommunikationskontenpunkt für bestehende und aufzubauende Kontakte in Deutschland und Europa.

Am 1. Dezember 2000 ist ein Ferienarbeitsprogramm in Kraft getreten, dass Jugendlichen aus dem jeweils anderen Land die Finanzierung einer längeren Reise durch Ferienarbeit ermöglicht. Nähere Auskünfte erteilen die jeweiligen Auslandsvertretungen.

Quelle - auswärtiges Amt